AURETAS family trust GmbH ist eine der führenden Strategieberatungen und Verwalter von Familienvermögen in Deutschland. Als mittelständisches Unternehmen mit Fokus auf langfristiges Wertmanagement bewegt sich das Unternehmen in einem auf Stabilität und Verlässlichkeit bauenden und traditionsbewussten Markt. Doch dieser Markt und die Kunden in ihm wandeln sich.

War der typische Kunde im Management großer Familienvermögen bisher eher der vielleicht 70-jährige Patriarch, der seinen Vermögensverwalter aufgrund persönlicher Empfehlung auswählte und ihm langfristig die Treue hielt, so kommt inzwischen eine neue Generation in die Verantwortung, die zumindest nicht automatisch das Familienvermögen und dessen Verwalter zu erben gedenkt. Sie gibt sich deutlich digital-affiner und nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch nachhaltigkeitsorientierter als die Generation vor ihr. Darüber hinaus verändern Daten und Algorithmen das Finanzmanagement von Grund auf. Es geht also nicht nur um die Gestaltung digitaler Kundenschnittstellen, sondern auch um neue Formen des Anlage-Managements, die Transparenz und Flexibilität in der Investitionsstrategie begünstigen - natürlich ohne das langfristige Wertmanagement zur Disposition zu stellen.

"Klar, dass vor einem solchen Hintergrund die digitale Transformation des Unternehmens einen hohen Stellenwert hat," bestätigt Michael Pachmajer, langjährig erfahrener Sparringspartner von Veränderern in Mittelstand und Familienunternehmen und gemeinsam mit seinem Partner Carsten Hentrich Autor von "d.quarks - der Weg zum digitalen Unternehmen". Das Management-Buch des Jahres 2016 beschreibt ein Modell, das sich als Handreichung für Unternehmer und Manager versteht, die die digitale Transformation ihres Unternehmens anstoßen und erfolgreich umsetzen wollen.

Wie und wo anfangen?

Carsten Hentrich ergänzt: "Deshalb brauchen die Unternehmen Orientierung über ihre Fähigkeiten in vier wichtigen Dimensionen: Organisation, Menschen & Kompetenzen, Prozesse und Technologien. Genau da kommen d.quarks ins Spiel." Ein d.quark, so die Autoren, beschreibe eine Fähigkeit, die ein Unternehmen bei der Realisierung eines digitalen Geschäftsmodells organisieren, beschaffen oder entwickeln muss - ein Baustein für den digitalen Wandel. Einige hundert d.quarks haben die beiden Gründer des gleichnamigen Unternehmens inzwischen identifiziert, die 46 wichtigsten in ihrem Modell zusammengefasst und in verschiedene Dimensionen eingeordnet. Zum Beispiel wie Wertschöpfung designt und ermöglicht, wie Wert geschaffen und geliefert wird. Damit beheben sie genau den Mangel an Sortierung und Priorisierung, der viele Transformationsprojekte scheitern lässt oder dessentwegen sie gar nicht erst gestartet werden.

Die Studie "Digitalisierung im Mittelstand: Status Quo, aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen", die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung im Auftrag der KfW 2016 und 2018 durchgeführt hat, bestätigt die Einschätzung der Berater. Zwischen den beiden Befragungswellen stieg der Anteil der Unternehmen mit im Untersuchungszeitraum abgeschlossenen Digitalisierungsvorhaben zwar von einem Viertel auf ein knappes Drittel aller Unternehmen, ein Drittel der KMU zählt aber weiterhin zu den "digitalen Nachzüglern" und nur 20 Prozent der Mittelständler sind digitale Vorreiter. Die Schere zwischen den größeren und den kleineren Unternehmen im Mittelstand vergrößerte sich unterdessen.

Zweifellos ist digitale Transformation komplex. Aber ob ein Unternehmen am besten seine Technologiekompetenz, seine Transaktionsprozesse, das Kundenerlebnis oder die Lösungsorientierung dabei in der Vordergrund rückt, oder gleich auf all diesen Feldern spielen kann und sollte, das lässt sich systematisch untersuchen und bewerten. Dabei wird "digital" vielleicht nicht "banal", wie die Überschrift dieses Beitrags suggeriert, aber doch erheblich einfacher und beherrschbarer. Wer sich wie AURETAS und Randolph Kempcke zunächst auf zwei wohlbedachte und strategische Fähigkeiten konzentriert, erhöht jedenfalls die Erfolgswahrscheinlichkeit seiner digitalen Transformation nachdrücklich.

Ready for Take-off

Der klassische Einstieg dafür ist ein Readiness-Assessment, wie es nicht nur im d.quarks-Modell steckt, sondern auch in etlichen anderen Angeboten und Reifegrad-Modellen von Beratern und IT-Unternehmen. Auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ( BMWi ) fördert mit der Initiative Mittelstand-Digital den Informations- und Wissensstand der kleinen und mittleren Unternehmen und unterstützt die Umsetzung der Digitalisierung in den Betrieben. "Das ist uns ein großes Anliegen, um die Wettbewerbsfähigkeit der vielen kleinen und mittleren Unternehmen zu stärken. Wir müssen hungrig sein, offen in neue Technologien hineingehen und darin eine Chance sehen", sagt der Beauftragte des BMWi für Digitale Wirtschaft und Start-ups, Thomas Jarzombek, MdB. Bundesweit stehen 26 Mittelstand 4.0 Kompetenzzentren als erste Anlaufstelle kostenfrei zur Verfügung. Sie bieten beispielsweise einen Readiness-Check in den Dimensionen Strategie, Technologie, Produkte und Dienstleistungen, Organisation und Prozesse sowie Mitarbeiter an. 25 Fragen und allgemeine Angaben zum Unternehmen, auf Wunsch ergänzt um externe Beratersicht und Peer-Vergleiche, vermitteln ein erstes Bild als Grundlage für weitere Schritte.

Bleibt die Frage: "Und was dann? Wie werde ich ready for take-off?"

Die Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren bieten den Unternehmen konkrete Hilfe bei der Konzeption und Umsetzung der Digitalisierungsstrategie. In Lern- und Demonstrationsfabriken können technische Lösungen praxisnah in einer Testumgebung erprobt werden, bevor sie im eigenen Betrieb umgesetzt werden.

Eine allererste Annäherung erleichtern auch Vorgehensmodelle wie das des Kompetenzzentrums des RKW Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft e.V. in Eschborn - ebenfalls gefördert durch das BMWi. Es gliedert seine Roadmap in fünf Schritte: Erstens die "Digitale Realität", wie sie im Readiness-Check erfasst wurde und den heutigen Stand der Digitalisierung im Unternehmen beschreibt. Zweitens die "Digitale Ambition", in der die Ziele für das künftige Geschäftsmodell und dessen Elemente festgelegt werden. Drittens "Digitale Potenziale" als Ausgangspunkte des künftigen Geschäftsmodells. Viertens "Digitaler Fit", der die Optionen für die Ausgestaltung des digitalen Geschäftsmodells bewertet und priorisiert und schließlich die "Digitale Implementierung", in der die Umsetzung aufgeplant und gesteuert wird.

Kompliziert ist es nicht - aber komplex

Digitalisierung und Digitale Transformation beginnen banal. Mit Standortbestimmung, Zieldefinition und Beschreibung des Wegs von hier nach da. Komplizierter ist es nicht. Aber komplex. Denn eine Vielzahl von Kriterien und Indikatoren wollen betrachtet werden. Möglichst fundiert, nachvollziehbar und vor allem ehrlich. Digital Readiness Checks bieten dafür eine geeignete Annäherung. Sie hinterfragen die aktuelle Strategie, Technologien, Produkte und Dienstleistungen, Organisation und Prozesse und nicht zuletzt die Haltung und Qualifikation der Menschen, die all das tragen. Auf dieser Basis unterstützen die skizzierten Modelle und Methoden bei der Zieldefinition und der Planung des Transformationswegs. Sie durchdringen die Komplexität und spülen die wirklich wichtigen Entscheidungen an die Oberfläche.

Dennoch: Readiness Checks und Roadmaps bleiben zwangsläufig an der Oberfläche. Sie sind im Kern tatsächlich banal. Wo stehe ich? Wohin will ich? Welcher Weg führt von hier nach dort? Der entscheidende Kniff für die wirklich wichtigen und richtigen Weichenstellungen entsteht meist erst dann, wenn Erfahrung ins Spiel kommt. Diesen Beitrag leistet ein Mix aus Beratern, IT-Anbietern, öffentlichen Förderern, Verbänden, Best Practice Geschichten und dem Austausch in der eigenen Peer Group. Das gibt wirklich Sicherheit.

Ein besonders effizienter und effektiver Weg zu dieser Sicherheit in der Veränderung ist der Besuch der TWENTY2X. Die neue IT-Messe für den Mittelstand feiert ihre Premiere vom 17. bis 19. März 2020 in Hannover. Mit Ausstellern, Konferenzsprechern und zahlreichen Networking-Events bedient sie den zentralen Orientierungsbedarf für alle, die vor dem Start oder mitten in ihrer digitalen Transformation stecken. Und die in der nächsten Studie von KfW und ZEW jedenfalls nicht mehr zu den "digitalen Nachzüglern" gezählt werden wollen.