Nur noch wenige Wochen, bis die TWENTY2X das erste Mal ihre Tore öffnet. Wie laufen die Vorbereitungen? Sind Sie zufrieden und kann die Messe kommen?

Die TWENTY2X kann kommen. Wir freuen uns, dass es bald losgeht. Der Zuspruch unserer Aussteller, Konferenzsprecher, Kooperations- und Medienpartner ist bereits jetzt sehr erfreulich. Unser Team, unsere Partner und Multiplikatoren bereiten die Premiere mit großem Engagement vor. Wir sind zuversichtlich, eine überzeugende neue Digitalmesse für den Mittelstand hinzulegen. Unser Konzept scheint aufzugehen.

Während die CEBIT eine Veranstaltung war, die man niemandem vorstellen musste, steht die TWENTY2X noch ganz am Anfang. Wen genau möchten Sie mit der neuen Messe erreichen und wie unterscheidet sie sich mit dieser Ausrichtung von der CEBIT?

Die CEBIT versuchte, alle Themen der Digitalisierung als Horizontalmesse für eine weltweite Kundschaft abzubilden. Die TWENTY2X hingegen ist deutlich fokussierter als es die CEBIT je war. Sie setzt ihren Fokus auf die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) und richtet sich als reine B2B-Veranstaltung an kaufmännische und IT-Entscheider sowie Fachexperten für Business und IT aus mittelständischen und Familienunternehmen.

Und es ist der IT-Mittelstand, der die Messe in weiten Teilen trägt. Die Lösungsanbieter sind selbst Mittelständler, kennen die Bedürfnisse und sprechen die Sprache ihrer Kunden. Natürlich sind auch einige große Namen unter den Ausstellern. Auch die treten mit ihren Experten, Produkten und Lösungen für mittelständische Anwender auf. Hier konzentrieren wir uns auf die Themen, die für den Mittelstand von großer Relevanz sind wie Lösungen zur Optimierung von Geschäftsprozessen und Arbeitsabläufen, Sicherheitsanwendungen, praxisnahe Innovationen und Lösungen für die öffentliche Verwaltung.

Was bedeutet es im Detail, wenn Sie eine Messe für den Mittelstand gestalten möchten? Wie wird sich das widerspiegeln?

Nun, in der TWENTY2X selbst zeigt sich das sehr deutlich im Ausstellungsangebot, in den Konferenzthemen und in der Konzentration auf Anbieter und Anwender aus diesem Marktsegment. Wir profitieren als Deutsche Messe von der langjährigen Erfahrung in den Themen Technologie und IT. Gerade im B2B-Fokus auf die kleineren und mittleren Anbieter und Anwender rund um die Digitalisierung sind wir ausgezeichnet aufgestellt. Für uns der Anlass, jetzt dieses Segment mit einem spitzen und passgenauen Angebot zu bedienen.

Wie soll sich die TWENTY2X darüber hinaus von anderen Veranstaltungen unterscheiden, haben Sie bestimmte Formate weiterentwickelt?

Wir haben unter anderem entschieden, Ausstellung, Konferenz und Networking nicht räumlich zu trennen und für jedes Programmelement unserer Aussteller und Partner die passende Inszenierung zu schaffen. Die TWENTY2X findet in zwei Messehallen und dem direkt benachbarten Convention Center statt. Bühnen und Networking Areas sind überwiegend in die Ausstellung integriert. Dadurch haben die Besucher kurze Wege und können zum Beispiel zwischen einem Vortrag und einem Networking Lunch en passant den einen oder anderen Ausstellungsstand besuchen. Der Übergang zwischen den Programmelementen ist flüssiger und der Wechsel zwischen Zuhören, Dialog und Interaktion so natürlich wie auf einem Marktplatz.

Darüber hinaus haben wir eine Reihe von neuen Formaten entwickelt: Im IT-Battle treffen Anbieter aufeinander, das Publikum entscheidet, wer die bessere Lösung hat. Best Practices werden im Tandem aus Anbieter und Anwender präsentiert. Hier erfährt der Mittelstand, was vergleichbare Unternehmen bereits umgesetzt haben und wie sie davon profitieren. Lunches und Speed Datings bieten den leichten, unkomplizierten Zugang zu neuen Kontakten.

Warum hat sich die Deutsche Messe bereits kurze Zeit nach dem Abschied von der CEBIT dafür entschieden, wieder eine IT- und Digital-Messe auf die Beine zu stellen?

Bereits bei der Absage der CEBIT waren wir zuversichtlich, dass wir mit unserem Netzwerk neue Formate für die Digitalbranche entwickeln können. Zahlreiche Gespräche mit Anbietern und Anwendern haben aufgezeigt, dass durch den Wegfall der CEBIT ein Vakuum entstanden ist. Es fehlte vor allem eine Plattform für den Mittelstand. Als wir die Idee der TWENTY2X in den Markt getragen haben, war die Begeisterung sofort spürbar.

Genauso schnell hatten wir aber auch einen klaren Anforderungskatalog. Gerade im Mittelstand ist keine Zeit für Spielereien. Wenn es um’s Geschäft geht, geht es um’s Geschäft. CEOs, CIOs und weitere Entscheider und Anwender haben uns das klar gesagt. Auch unseren Kooperationspartnern, vorwiegend mittelstandsfokussierten Verbänden wie dem bitmi, BVDS, BVMW, eco und VOICE haben wir sehr genau zugehört und dann gemeinsam das neue Messeformat entwickelt.

Deshalb stellen wir die Schlüsselthemen und -technologien der Digitalen Transformation heraus: In unseren Ausstellungsbereichen und in der Konferenz geht es darum, die Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen und -prozessen zu ermöglichen, um Produkt- und Service-Innovation und um die künftige Organisation, die die Unternehmen so anpassungsfähig macht, wie es der wachsende Wettbewerbsdruck von ihnen verlangt.

Es gibt heutzutage durchaus kritische Stimmen in Hinblick auf das Format Messe – vor allem im digitalen Zeitalter. Welche Gründe sprechen für eine Messe?

Klar, wir stehen im Wettbewerb mit anderen Wegen für Information, Geschäft und Networking. Aber keiner ist so effektiv und effizient wie eine Messe. So spricht das Zukunftsinstitut von der Messe als „Touchpoint von morgen“ für B2B-Unternehmen und hält fest: Menschen wollen Marken fühlen, sie emotional erleben. Aussteller erreichen ihre Ziele der Kundenfindung, Kundenbindung und Bekanntheit besser, zielgerichteter und deutlich effizienter als auf jedem anderen Kanal.

Dazu kommt: Es geht bei Digitalisierung im Mittelstand um alles. Die Medien sind jeden Tag voll von IT-Hype und -Horror. Anerkannte und selbsternannte Gurus empfehlen dies und das. Und die Unternehmer, CEOs und ihre IT-Chefs schauen sich an und fragen: Was ist richtig? Was ist wichtig? Was heißt das für uns? Deutlicher kann doch der Bedarf für ein Format wie die TWENTY2X gar nicht sein. Wir bringen Ordnung in den Dschungel und liefern konkrete, anwendungsnahe Beispiele. Der Mittelstand kommt gut voran in der Digitalisierung. Mit uns.

Wie werden Sie versuchen, das weitläufige und komplexe Thema Digitalisierung anzugehen? Lässt sich diese Komplexität in drei Tagen stemmen?

Selbstverständlich! Schneller und konzentrierter kann man Informationen, Kontakte und Best Practices gar nicht aufnehmen. Es geht doch darum, ein enorm komplexes Thema so zu verdichten, dass die Entscheidungssicherheit maximiert und der Zeitaufwand für den Weg dahin minimiert wird. Also haben wir zugehört und die drängenden Fragestellungen in Ausstellung und Konferenz priorisiert: Business Management, New Tech und Startups, New Work, Security und Sourcing. Dazu kommt der Public-Bereich mit Fokus auf die kommunale Verwaltung - sozusagen den Mittelstand der öffentlichen Verwaltung.

Was sind Ihre Erwartungen an die diesjährige Messe und wie soll es anschließend weitergehen?

Das ist ganz einfach: Eine überzeugende Premiere hinlegen. Aussteller, Partner und Besucher begeistern und neue Impulse für die TWENTY2X 2021 und folgende aufnehmen. Das X im Messenamen ist ja kein Zufall, sondern Programm.